In einem ehemaligen Stabsgebäude der Luftwaffe untergebracht, feiert in diesen Tagen ein Verfassungsorgan sein 60. Jubiläum, das die Lufthoheit der Jurisprudenz für sich beanspruchen kann: Das Bundesverfassungsgericht. Die Urteile haben Symbolcharakter und Gesetzeskraft. Sogar im Bereich des Medienrechts sind die Karlsruher Richter daher wichtiger als die Kölner und Hamburger Land- und Oberlandesgerichte.
Die “acht Arschlöcher in Karlsruhe”, wie sie Kanzleramtsminister Horst Ehmke 1973 bezeichnete, weil sie seine Ostpolitik “kaputt machten”, sehen sich mittlerweile einer Verfahrensflut ausgesetzt. 6.500 Verfahren gab es 2010, nur 2,4% der Verfassungsbeschwerden sind erfolgreich. Immer wieder gibt es daher den Ruf nach einer “Querulatengebühr”, zuletzt gefordert vom Präsidenten des Gerichts, Andreas Voßkuhle. Die Flut resultiert vor allem aus einem Missbrauch des Gerichts und der Verfassungsbeschwerde als “letzter Instanz” im prozessualen Verfahrensgang. Zunehmend wird “Karlsruhe” als Superrevisionsinstanz betracht. “Das höchste deutsche Gericht ist zum Bundes-Amtsgericht geworden, dass sich mit Klagen wegen zugeparkter Einfahrten oder verbrecherischer Jobcenter befassen muss”, kommentiert Wolfgang Janisch (SZ, 27. Sept. 2011: “Verstopfter Kummerkasten der Nation”).
Dass die Entscheidungen der “Knechte des Rechts” (Hermann-Höpker Aschoff, erster Präsident des Gerichts) oft kontrovers diskutiert werden, hat das Bundesverfassungsgericht mit seinem prägenden Urteilen zur Meinungsfreiheit und zum Medienrecht dabei selbst ermöglicht.
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Wann darf wer wo wie fotografiert werden und inwiefern darf das veröffentlicht werden? Was Fotografen und Bildredakteure zu beachten haben, hat Anna-Kristine Wipper (Preu Bohlig & Partner) für die djv-Zeitschrift “Journalist” in einem Artikel zusammengefasst:
Personen, Posen, Prominente
Für einfache (journalistische) Audiobearbeitungen wird immer wieder Audacity gelobt: Kostenlos (da open-source), leicht zu erlernen und dennoch umfangreiche Funktionen. An sich alles korrekt und bei mir auch immer wieder im Einsatz. Trotzdem bin ich mit der Software nie ganz warm geworden. Gerade der Montageworkflow ist umständlich, richtige Clipbearbeitung gibt es nicht. Für Radiobeiträge, Podcasts oder Audioslideshows ist Audacity daher nur bedingt geeignet.
Wavelab, mein persönlicher Favorit in Sachen Montage, ist mit einem Listenpreis von knapp 600 Euro für die Vollversion und 99 Euro für die abgespeckte Elementsversion leider nicht das, was man gemeinhin als günstig bezeichnen würde. Ich war daher gespannt auf die KEYS-Sonderausgabe mit Wavelab 7 LE für 12,40 Euro. Kein MP3-Export, nur zwei Spuren zum Bearbeiten und Nutzung nur zum persönlichen Gebrauch: Das waren die konkret genannten Einschränkungen. Unschön, aber je nach Projekt kann man damit noch leben.
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Seit fast zwei Monaten ist Yourist.de nun online, das Portal für statistikinteressierte Juristen und Jurastudenten. Die Seite ist ein Projekt von zwei Jura-Absolventen und einem Webdesigner, daher bietet sie neben viel Inhalt auch ein schickes Design.
Als sehr gelungenes Beispiel für Datenjournalismus, bietet die Seite Statistiken zum 1. und 2. Staatsexamen und fast allen Schwerpunktbereichen. Eine Übersicht über die Qualität der Lehre sollen die Fakultätsrankings liefern.
Wer seine Sammlung an unnützem Wissen vergrößern will, kann übrigens auch bei Twitter @youristen folgen. 3.550 abgeschlossene Promotionen zum “Dr. iur.” war die bei Guttenbergs Verzicht auf denselben Zahl des Tages…
Die gesamte vergangene Woche war ich als Onlinejournalist für Bärlinale2011 in der Hauptstadt gewesen. Die journalistische Nachwuchsförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung hat dort ein Multimediaseminar veranstaltet und von den 61. Internationalen Filmfestspielen berichtet.
Insgesamt 84 Artikel, 44 Videos sowie eine noch ungezählte Anzahl an Audioslideshows, Audiobeiträgen und Fotos wurden in der Zeit von den 14 Teilnehmern produziert. Ich habe als Technikassistent eine Einführung in digitales Storytelling gegeben, die Seite gestaltet und die Produktion technisch begleitet: Kamera- und Audioequipment sowie anschließender Schnitt (Wavelab und Edius).
Es war auf jeden Fall ein großartiges Seminar! Danke nochmal an alle Beteiligten!